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Archiv / Neues aus Bulgarien

Stand 08.11.2017

PM&P beriet CEZ a.s. beim Verkauf des bulgarischen Steinkohle-Heizkraftwerks Varna

 

PM&P, in Zusammenarbeit mit Weil, Gotshal & Manges, hat den Verkauf von TPP Varna, einer bulgarischen Tochtergesellschaft von CEZ a.s., an das bulgarische Unternehmen SIGDA OOD erfolgreich rechtlich unterstützt.

 

Unter Leitung der Partner Ivan Markov und Svetoslav Dimitrov beriet unser Team CEZ a.s. während des Akquisitionsprozesses und koordinierte die Bereitstellung der Verkaufsunterlagen, indem es dabei eine zügige, risikofreie und erfolgreiche Unterzeichnung gewährleistete. Der Deal ist noch im Gange, wobei wir momentan, zusammen mit Weil, Gotshal & Manges, den Mandanten im Zusammenhang mit der Kartellfreigabe anlässlich des Erwerbs unterstützen.

 

Unsere Beratung bieten wir fortlaufend auch bei der Veräußerung der übrigbleibenden bulgarischen Tochtergesellschaften an.

Stand 20.10.2017

PMP mit aktiver Teilnahme an einem Bulgarisch-Russischen Investitionsforum in Sofia

Am 19. und 20. Oktober 2017 fand in Sofia ein wichtiges Bulgarisch-Russisches Investitionsforum statt, dessen Gastgeber die Bulgarische Industrie- und Handelskammer war. Das Treffen war der Wirtschaftsentwicklung im Hinblick auf die gemeinsamen Investitionsprojekte beider Länder, die traditionell gute bilaterale Beziehungen pflegen, gewidmet und die Teilnahme von über 100 bulgarischen Unternehmern war ein kennzeichnender Indikator an sich für das rege Interesse an solch einem zukünftigen Fortschritt.

Das Forum stellte die Business-Gelegenheiten und das gute Investitionsklima für aussichtsreiche Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Immobilien, Industrie, Finanzinstitutionen und Tourismus in Bulgarien in den Vordergrund. Es wurden des Weiteren einzelne Investitionsprojekte und Geschäftsvorschläge von Businessvertretern von der Russischen Föderation präsentiert.

Zweifelsohne ließ es sich auch Rechtsanwaltskanzlei Penkov, Markov und Partner, die durch ihren geschäftsführenden Partner Svetoslav Dimitrov, sowie RA Roman Stoyanov und RA Boris Lazarov vertreten war, nicht entgehen, als eine Kanzlei, die die Schaffung von direkten Geschäftskontakten zwischen Vertretern des bulgarischen und des ausländischen Unternehmertums besonders unterstützt und vorantreibt, aktiver Teilnehmer an der Veranstaltung zu sein. Es wurden mit dem Exekutivdirektor der Bulgarischen Investitionsagentur, Herrn Stamen Yanev, konkrete Bereiche ausführlich erörtert, in welchen die russischen Investitionen in Bulgarien gefördert werden könnten.

Stand 06.06.2017

Geistiges Eigentum = konkurrenzfähiges Unternehmertum

In den modernen Geschäftsbeziehungen in Bulgarien fehlt es noch immer an dem Verständnis vom Potenzial der geistigen Produkte und Immaterialgüter. Die Hauptantwort auf der Frage wieso der Markt durch ein Angebot an Dienstleistungen, überflutet wird, die wenig bis überhaupt nicht benötigt werden, lässt sich auf eine einzige Schlussfolgerung zurückführen – man stellt wenig neue Produkte her, bzw. lässt des Öfteren die neuen Produkte/Dienstleistungen seiner Konkurrenten kopieren oder nachahmen. Die meisten bulgarischen Klein- und mittleren Unternehmen (KMU) erbringen Dienstleistungen und treiben Handel mit bulgarischen oder mit ausländischen Waren, wobei sie kaum je etwas Neues herstellen. Ein ganz kleiner Teil der KMU führt ihre Produktion tatsächlich aus. Die Möglichkeiten, Produkte und Dienstleistungen auf ausländischen Märkten führender Weltwirtschaften wie China, USA, Russland, etc. zu realisieren, werden nicht wahrgenommen. Gelichzeitig werden nur sehr selten innovative Produkte aus den besagten Ländern in Bulgarien angewendet. Die aus dem Ausland gekauften neuen Technologien haben oftmals solch einen niedrigen Eigenwert, damit der entsprechende Betrieb unter den bulgarischen Bedingungen Gewinn ermöglichen kann. Nach der vom Ministerium für Wirtschaft und Energie durchgeführten SWOT-Analyse des Zustands von den KMU in Bulgarien, welche Teil der nationalen Strategie für die Förderung von KMU – 2014-2020 ist, ist das Vorhandensein von unterqualifizierten Arbeitskräften noch nicht in der Lage, einen zusätzlichen Nutzen in Bezug auf die High-Tech-Herstellung und Dienstleistungen zu erzielen. Dies liegt, unter anderen Faktoren wie Zugang zu Finanzierungsmitteln, auch am Mangel an Ausbildungsprogrammen, die auf KMU gerichtet sind. Dementsprechend ist der Übergang auf ein technologieorientierteres Arbeits- und Erzeugungsniveau gehemmt.

Die modernen bulgarischen KMU, die für 75% der Beschäftigung im Lande sorgen, haben keinen Leistungsanreiz, neue Erzeugnisse herzustellen, zumal sie wahrscheinlich die Verwendungs-, Führungs-, Schutz- und Umsetzungsmethoden in Bezug auf neu erschaffene Produkte auf dem Markt nicht kennen und ferner auch weil sie das große Potenzial darin nicht erkennen. Eine geläufige Marketingabteilung in einem mittelgroßen Unternehmen sieht die Bedeutung einer eingetragenen Handelsmarke oft nur als eine notwendige Formalität an, währenddessen urheberrechtlich geschützte Werke, bzw. Patente komplett exotisch und unüblich sind und mit unnötigen Kosten verbunden werden. Derzeit werden in Bulgarien massenhaft Marken angemeldet, ohne dass man im Voraus eine klare Strategie für die Entwicklung und Durchsetzung einer gewissen Marke auf dem Markt bereitstellt. Noch weniger sind diejenigen Unternehmen, die in Verbesserung der Qualität investieren, damit ihre Produktion neu und einzigartig ist. Wesentlich lückenhaft werden darüber hinaus die Geschäftsgeheimnisse und das Know-how rechtlich abgesichert, die beispielsweise sogar eigenständig und unabhängig vom Unternehmen verkauft werden können.

Schlüssel zur Überwindung vom obigen Problem sind Ausbildung und Informationsbeschaffung, die im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Sicherheitsmanagement und Verkauf von immateriellen Vermögenswerten stehen, welche für die Gewährleistung, Finanzierung und Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Unternehmertums von immenser Bedeutung sind. Das geistige Eigentum ist unter den heutigen dynamischen Marktbedingungen für die gute Unternehmensführung unerlässlich. So könnten zum Beispiel der Ruf einer Handelsmarke, die patentgeschützte Technologie und das verfügbare Know-how Gegenstand eines Lizenzvertrags sein, indem das Unternehmen auf diesem Wege die Nutzungsrechte Dritten gegen Entgelt einräumen lässt. Dies kann zu beträchtlichen Zusatzerträgen führen, die sich erheblich von denjenigen, die durch die gewöhnliche Betriebsstätigkeit erworben werden, unterscheiden. Solche Rechte können des Weiteren beim Verkauf eines Unternehmens bewertet werden, wodurch der Gesamtwert des Deals anlässlich des Unternehmensverkaufs wesentlich erhöht werden kann.